Gemeinschaft Cohousing Pomali

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Verein

Wer hat das Projekt initiiert?

Petra und Martin Kirchner sind bereits seit 1999 auf dem Weg um eine Gemeinschaft zu gründen. Nach dem Scheitern des Vorprojektes (der bereits verhandelte Grundstückspreis wurde vor dem Kauf drastisch erhöht), flammte die Idee 2008 erneut auf. Petra und Martin begannen damals mit 2 anderen Familien gemeinsam die Grundsteine für Pomali zu legen.

Wer ist beteiligt?

Seit Frühling 2009 sind viele von uns schon miteinander am Weg in Richtung Pomali, manche sind später dazugekommen, manche haben uns auch wieder verlassen. Unsere Planungsgruppe umfasst aktuell 25 Menschen im Alter von 3 bis 70 Jahren bei nahezu ausgeglichenem Geschlechterverhältnis. Der generationenübergreifende Aspekt ist ein zentraler Bestandteil der Gemeinschaft. Zwischen Jung und Alt entwickeln sich vielfältige Beziehungen, die sich auch in gegenseitigen Unterstützungsleistungen ausdrücken.

Das Spektrum der verschiedenen Ausbildungen und Berufe umfasst Apothekerin, BetriebswirtIn, Coach, Gärtner, Innenarchitekt, Jurist, Landschaftsplaner, LehrerIn, Outdoorpädagogin, Programmierer, Physiotherapeutin, SozialarbeiterIn usw.

Die Gruppe zeichnet sich – wie bereits dieser kurze Aufriss zeigt – durch einen hohen Grad an Heterogenität aus. Getragen wird diese bereichernde Vielseitigkeit durch eine überdurchschnittliche Bereitschaft, sich mit der eigenen Person und dem jeweiligen Gegenüber tiefgehend und respektvoll auseinanderzusetzen. Dahinter stehen als Basis ein humanistisches Weltbild und das Wissen, dass es nur in einer Gemeinschaft gelingen kann den Pathologien unserer individualisierten Gesellschaft entgegenzuwirken.

Wo findet das Projekt statt?

Pomali ensteht in 3124 Wölbling, zwischen St. Pölten und Krems

Wann findet das Projekt statt?

Baubeginn: Herbst 2012; Einzug: Ende 2013

Ziel des Projekts?

Unser Ziel in Cohousing-Pomali ist der Aufbau und die gemeinsame Pflege einer lebendigen Öko-Siedlung mit großzügigen Gemeinschaftsräumen.
In unserer Gemeinschaft von Menschen aller Altersstufen ist es uns wichtig, die Beziehungen untereinander und nach außen zu pflegen, unsere inneren Potentiale zur Entfaltung zu bringen und möglichst ökologisch, nachhaltig und in Vielfalt zu leben. (Aus unserem Ziele-Konsent)

Welche Konkreten Maßnahmen werden gesetzt?

Bauvorhaben:
Die Planung ist bereits eingereicht, die Wohnbauförderung zugesagt, im August findet die Bauverhandlung statt, parallel läuft die Ausschreibung, im September wird mit ausführenden Firmen verhandelt, im Oktober sollte Baubeginn sein.

Soziales:
Da wir festgestellt haben, dass die klassischen Vereinsstrukturen die Partizipation nicht unbedingt fördern und die Basisdemokratie (alle müssen über alles entscheiden) uns ermüdet und das Arbeiten sehr schwerfällig macht, waren wir immer wieder damit beschäftigt, wie wir uns als Gruppe so strukturieren können, dass alle leicht ihren Platz finden, Entscheidungen einfacher getroffen werden können und das gemeinsame Tun leicht und freudvoll von der Hand geht.
So haben wir uns im April dazu entschlossen, Pomali als soziokratische Organisation neu zu strukturieren und uns dabei begleiten zu lassen. Der Prozess wird Mitte Juli 2012 abgeschlossen sein und wir können danach in der neuen Struktur arbeiten.

Neue Mitglieder:
Im September laden wir zu einem 2tägigen Intensivwochenende für NeueinsteigerInnen ein. Das Ziel dieser Tage ist, Pomali spürbar zu machen, eine feine Zeit miteinander zu verbringen und unsere Vision und den aktuellen Stand der Umsetzung den InteressentInnen näherzubringen.
Als Veranstaltungsort haben wir die wunderschöne “Villa Riehl” gefunden, ca. 70 km südlich von Wien, beim Knoten Seebenstein.

Termin: Samstag 22. und Sonntag 23. September 2012

Warum soll man es nachmachen?

Weil sich der Prozess alleine schon lohnt! Erst recht aber, weil das Ergebnis „Leben in Gemeinschaft“ ein menschengerechtes und auch nachhaltigeres Leben ermöglicht, uns wachsen läßt, der Nährboden für die Entfaltung unserer Potentiale ist und unseren Kindern viel mehr zur Verfügung stellt, als es ein Elternpaar jemals könnte, denn „um ein Kind großzuziehen braucht es ein ganzes Dorf “ (Sobonfu Some´). Dadurch ist auch Pomali ein Schritt hin zu einer lebensfreundlicheren Welt.

Worauf soll man besonders achten?

  • Ritualisierte Kommunikation (Redekreis, Counseln, Zwiegespräche, Dialog, Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck…) erlernen, vertiefen und laufend betreiben, da sie unbedingt notwendig ist um unser Herz immer wieder füreinander zu öffnen und uns so sicher und gehört zu fühlen und dadurch miteinander am Weg sein zu können!!!
  • Unbedingt die Vision möglichst genau klären
  • Die gemeinsamen Ziele konkret erarbeiten
  • Gemeinschaft vor Projekt!!!
  • 2/3 Befindlichkeit 1/3 inhaltliche Arbeit
  • Eine Organisationsstruktur, die transparent und klar ist, die Beteiligung leicht macht und Machtkonzentrationen vermeidet installieren (Empfehlung: Soziokratie)
  • die Haltung „Freudvolles Tun“ nie aus den Augen verlieren! Wenn es mühsam wird ist das ein Hinweis darauf, dass etwas verändert werden sollte!!!

Nähere Informationen

www.pomali.at
info@pomali.at